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Was tun bei Stromausfall? Informationen, Tipps und Produktvorstellungen zur Vorsorge bei Black Out und anderen Krisenszenarien

Know-how und Sonstiges

Hygiene bei Blackout

Dieser Tage wird wohl eher auf Grund der COVID-19-Epidemie an das Thema Hygiene gedacht. Aber auch bei einem Blackout ist dieses Thema wichtig und wird meistens unterschätzt.

Ganz besonders in Städten, aber nicht nur dort, wird zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Strom benötigt. 

Vorrat Hygieneartikel

Das beginnt bei der UV-Entkeimung des Trinkwassers, über Pumpen, die dafür sorgen, dass auch im obersten Stock eines Hochhauses noch das kostbare Nass aus der Leitung sprudelt und geht bis zur Abwasserentsorgung, wo Hebeanlagen Abwässer und Fäkalien weitertransportieren, um Höhenunterschiede zu überwinden und einen Rückstau in die Häuser zu verhindern.

Nur die allerwenigsten dieser Einrichtungen sind mit Notstrom versorgt. Siehe dieser Artikel bei Herbert Saurugg.

 

Was passiert mit Ihrem Trinkwasser bei Stromausfall?

Wird Ihre Gemeinde über einen Hochbehälter versorgt, dann wird das Wasser, das dort hineingelangt, in der Regel vorher mittels UV-Licht entkeimt. Die UV-Entkeimung benötigt aber Strom und somit darf das unbehandelte Wasser im Fall eines Blackouts nicht in den Hochbehälter gelangen und wird vorher abgeleitet.

Die Trinkwasserversorgung ist bei einem längeren Stromausfall nicht gewährleistetIm Normalfall merken Sie davon nichts, da die Hochbehälter groß genug sind, um ein paar Stunden weiter Wasser in das Trinkwassernetz einzuspeisen.

Dauert der Stromausfall aber länger, kann es passieren, dass der Trinkwasserbehälter und in weiterer Folge dann die Wasserleitungen leerlaufen. Das ist insofern fatal, da diese dann verkeimen, wenn sie längere Zeit Luft ausgesetzt sind, und dann anschließend mühsam chemisch gereinigt werden müssen. Wenn Leitungen leerlaufen, kann es durch den Unterdruck unter Umständen sogar zu Rohrbrüchen kommen, deren Reparatur sehr aufwändig sein kann.

Schäden in den Rohrleitungen, Filtern oder Druckminderern durch Ablagerungen, die sich lösen, kritische Situationen in Krankenhäusern, Probleme bei der Brandbekämpfung, Imageschäden im Tourismus u. a. m. sind die Folge. 

Und natürlich muss auch aus einem Tiefbrunnen das Wasser irgendwie heraufgepumpt werden. Auch diese Pumpen werden mit Strom betrieben.

Es fehlt also womöglich schon nach wenigen Stunden Blackout das Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen.

Ein Notvorrat an Trink- und Brauchwasser hilft bei der Vorsorge.

 

Und was ist mit der Abwasserentsorgung bei Stromausfall?

Ohne Wasserversorgung funktioniert keine WC-Spülung. Aber das ist nur die eine Seite des Problems. Die andere Seite bleibt uns im Normalfall verborgen.

Ohne Strom kein Wasser und somit keine WC-SpülungGanz abgesehen davon, dass zum Betrieb einer Kläranlage eine ganze Menge Strom nötig ist, bei einem längeren, großräumigen Stromausfall kommen die Abwässer aus unserem Haus womöglich gar nicht dort an.

Schuld daran sind die Hebeanlagen, die im Normalfall dafür sorgen, dass Fäkalien und anderes Abwasser auch bei Höhenunterschieden problemlos durch die Kanalisation fließen können. Fallen diese aus, dann staut sich alles in den Rohren und verstopft diese.

Das wird soweit führen, dass diese Abwässer Keller und Straßen überschwemmen und die Ausbreitung von Krankheiten (Seuchengefahr!) fördert.

 

Welche Hygienemaßnahmen soll ich bei einem Blackout treffen?

In den ersten Stunden eines längeren Stromausfalls wird den meisten Menschen vermutlich gar nicht auffallen, dass etwas mit ihrer Wasserversorgung nicht stimmt.

Mit Waschlappen und Seife braucht man nur wenig Wasser für die KörperpflegeEs wird oft dazu geraten, Badewanne und Waschbecken mit Wasser zu füllen. Das ist allerdings unter Umständen kontraproduktiv, da so die Leitungen noch schneller leerlaufen. Entstehen dadurch Schäden, kann die Wasserversorgung auch lange nachdem der Strom wieder da ist noch unterbrochen sein.

Deshalb ist ein ausreichender Vorrat an Trink- und Brauchwasser so wichtig.

Mit den empfohlenen 3 Litern pro Person und Tag ist tägliches Duschen allerdings nicht mehr möglich. Mit Waschlappen und wenig Wasser und Seife oder feuchten Tüchern (Babyfeuchttüchern) kann man aber zumindest für eine gewisse „Grundsauberkeit“ sorgen.

 

Küchenhygiene ist immens wichtig

Egal ob mit oder ohne Strom, bei der Zubereitung von Lebensmitteln ist es immer wichtig, auf ausreichende Hygiene zu achten. Das reicht vom Hände waschen vor der Zubereitung der Mahlzeiten über die Reinigung von Arbeitsflächen bis zum Geschirrspülen hinterher. Schließlich ist es speziell in Zeiten eingeschränkter medizinischer Versorgung noch weniger erstrebenswert, sich den Magen zu verderben, als sonst.

Doch was tun, wenn nur ein begrenzter Wasservorrat zur Verfügung steht? Hände lassen sich mit Feuchttüchern reinigen oder mit Handdesinfektionsmitteln desinfizieren. Auch Arbeitsflächen können mit feuchten Desinfektionstüchern abgewischt werden.

Benutztes Geschirr zu spülen benötigt viel Wasser. Darum ist es unter Umständen besser, für die Zeit des Stromausfalls Einweggeschirr und -besteck zu benutzen und dieses nach Gebrauch zu entsorgen. Zugegeben, nicht gerade umweltfreundlich, aber im Notfall nehme ich persönlich lieber Rücksicht auf meine Gesundheit als auf die Umwelt.

Verschmutzte Töpfe und Pfannen können mit Küchenpapier vorgereinigt werden. Anschließend können sie mit ein klein wenig Wasser, etwas Spülmittel und einer guten Bürste gesäubert werden. Wenn man sie dann zum Schluss noch mit einem feuchten Reinigungstuch auswischt, sollten sie wieder für den nächsten Kochgang einsatzbereit sein.

Ein Vorrat an großen Müllsäcken und ordentliches Klebeband zum Verschließen ist übrigens ebenfalls sehr ratsam, um Abfälle möglichst geruchsdicht zwischenlagern zu können. Denn die Müllabfuhr wird bei einem Blackout auch nicht kommen.

 

Toilettenhygiene

Ein Thema, über das man sich nur sehr ungern Gedanken macht, ist die Toilettenbenutzung, wenn kein Wasser zum Spülen verfügbar ist.

Wer in der glücklichen Lage ist, einen Brunnen mit Handpumpe auf dem Grundstück zu haben oder eine gefüllte Regentonne, mag sich vielleicht mit diesem Brauchwasser zur Toilettenspülung behelfen. Allerdings ist diese Lösung auch nur auf begrenzte Dauer praktikabel. Nämlich so lange, bis – siehe oben – die Abwasserkanäle verstopft sind, weil dort nichts mehr weitertransportiert wird.

Eine Campingtoilette hilft hier schon ganz gut weiter. Diese gibt es auch in Versionen, in die ein Müllbeutel eingehängt wird und die dadurch ohne Chemie auskommen. 

So etwas lässt sich natürlich auch mit einem stabilen Eimer improvisieren oder man hängt die Müllbeutel direkt in die nicht mehr benutzbare Toilettenschüssel. Praktischer ist aber sicher eine fertige Lösung, wie z. B. diese klappbare Campingtoilette, die mit einer Grundausstattung an Beuteln sowie einem Pulver geliefert wird, das die flüssigen Abfälle in ein Gel verwandelt und somit bindet.

Wer ein eigenes Grundstück sowie handwerkliches Geschick besitzt, kann sich bei einem längeren Blackout auch den Bau einer Komposttoilette überlegen. Anleitungen dazu finden sich z. B. im Buch „Kompost-Toiletten für Garten und Freizeit“. 

Oder man greift auch hier auf die etwas kostspieligeren Trenntoiletten zurück. Trenntoilette deshalb, weil flüssige und feste Abfallstoffe getrennt gesammelt werden, was die Bildung unangenehmer Gerüche verhindern soll.

 

Hygieneartikel auf Vorrat

Wie sich an den Hamsterkäufen anlässlich der aktuellen Coronavirus-Epidemie und darauf folgenden leeren Regalen bei Desinfektionsmitteln und anderen Hygieneprodukten zeigt (Stand März 2020), ist ein Notvorrat an Hygieneartikeln für einen längeren Zeitraum zusätzlich zum Lebensmittelvorrat unbedingt zu empfehlen.

 

Checkliste Notvorrat Hygiene für Stromausfall

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Persönliche Hygiene

 

Küchen- und Haushaltshygiene

 

Wassereinlagerung und -aufbereitung

 

Sonstiges

 

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