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Was tun bei Stromausfall? Informationen, Tipps und Produktvorstellungen zur Vorsorge bei Black Out und anderen Krisenszenarien

Allgemein

Steigt die Blackout-Gefahr wirklich so stark?

Es hat den Anschein, als ob in den letzten Tagen und Wochen jeden Tag etwas zum Thema Blackout, überregionaler Stromausfall oder Krisenvorsorge in den Medien zu lesen oder zu sehen wäre.

Offizielle Stellen halten die Bevölkerung verstärkt dazu an, vorzusorgen und bieten dazu bereits seit längerem gut brauchbare Checklisten an.

Verschwörungstheoretiker mögen sich dazu die Frage stellen: „Was wissen die, was ich nicht weiß?“

Es hat aber weder etwas mit Verschwörungen noch mit Panikmache zu tun, wenn man sich mit den möglichen Folgen eines Blackouts auseinandersetzt und sich vor allem auch darauf vorbereitet.

Denn, dass es innerhalb der nächsten 5 Jahre zu einem Blackout, also einem wirklich großflächigen Stromausfall in Europa kommt, wird von führenden Experten als nahezu hundertprozentig sicher angesehen. 

Hauptursachen sind die immer stärker belasteten Stromnetze und die schlechtere Planbarkeit der Stromerzeugung durch die zunehmende Zahl an Wind- und Solarkraftwerken bei gleichzeitigem Wegfall von Anlagen, die für gleichmäßigeren Strom sorgen können.

Strom kann im Netz nicht gespeichert, sondern muss immer in der Menge erzeugt werden, wie er auch verbraucht wird. Dafür sind die Netzbetreiber zuständig, die mit der Ab- und Zuschaltung von Kraftwerken oder im Notfall von Verbrauchern dafür sorgen, dass das Stromnetz stabil bleibt. 

Die Zahl dieser Eingriffe wird Jahr für Jahr höher. 2019 sind wir bereits drei Mal haarscharf an einem Blackout vorbeigeschrammt, wie bei der „Sicherheits­politischen Jahresvorschau 2020 des Österreichischen Bundesheers“ gesagt wurde. 

 

Ein paar Tage ohne Strom sind doch nicht so schlimm, oder doch?

Was vielfach nicht bedacht wird: bei einem Blackout ist nicht nur der Strom weg, sondern auch die davon abhängige Infrastruktur fällt aus. Telefon, Handy, Internet, Bankomat, Kassensysteme, Ampeln, Tunnelbeleuchtungen und -belüftungen, Züge, Tankstellen, automatische Türen, Aufzüge, ja sogar die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist vielerorts betroffen… 

Einkaufen ohne Strom ist vielleicht noch mit Bargeld möglich

Einkaufen ist also nicht mehr möglich, um nur einen kleinen Teilbereich einmal näher zu betrachten. Weder im Supermarkt noch in der Apotheke, von ganz wenigen Ausnahmen in kleinen Läden abgesehen, wo man vielleicht noch bar zahlen kann und die Beträge händisch zur späteren Eingabe ins Kassensystem notiert werden. Vorausgesetzt, man hat überhaupt noch Bargeld dabei.

 

Aber nach ein paar Tagen ist bestimmt wieder alles in Ordnung

Bleiben wir einfach beim Beispiel mit dem Supermarkt. Angenommen der Strom fällt im Sommer für 2 Tage aus. Innerhalb weniger Stunden sind die Waren in den Kühltruhen aufgetaut, frisches Obst und Gemüse verderben.

Ohne Kühlung verderben Lebensmittel im Supermarkt binnen Stunden - Image by Couleur from Pixabay

Man stelle sich nur den Geruch in so einem Super­markt vor, wenn dort bei 30 Grad Fisch, Tiefkühlfleisch und andere Frischwaren verderben… All diese unbrauchbaren Waren müssen erst einmal entsorgt, Laden, Kühltruhen und Lager gereinigt werden, wenn der Strom wieder da ist. Und nicht nur bei einem einzelnen Lebensmittelgeschäft, sondern bei allen im Ort. Welches Entsorgungsunternehmen hat diese Kapazitäten überhaupt?

Und nach der Reinigung sind die Regale noch leer. Die Belieferung erfolgt aus den Zentrallagern der großen Lebensmittelketten. Hoffentlich waren die Kühlhäuser dort ausreichend mit Notstrom versorgt…

Kein Problem, dann kaufen wir halt Konserven. Aber wie lange reichen diese Vorräte in einem Supermarkt wohl, der normalerweise täglich „just-in-time“ beliefert wird? Wie lange kann (so überhaupt möglich) aus dem Zentrallager nachgeliefert werden, wenn plötzlich alle angeschlossenen Filialen Unmengen an Dosenravioli nachbestellen?

Wenn das übertrieben erscheint, dann einfach einmal knapp vor einem beliebigen Feiertag einkaufen gehen…

 

Sind 14 Tage Notvorrat nicht etwas übertrieben?

Sich für 14 Tage selbst versorgen zu können, ist die generelle Empfehlung vom Österreichischen Zivilschutzverband, dem deutschen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und anderen Organisationen. 

Wenn man bedenkt, dass obiges Gedankenspiel nur eine einzelne Branche betrifft und heutzutage so viele Unternehmen verknüpft sind, um uns ein bequemes Leben zu ermöglichen, dann ist ein Notvorrat an Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Hygieneartikeln für zwei Wochen ganz bestimmt nicht übertrieben.

 

Wie lange kommen Sie mit Ihren Lebensmitteln durch, ohne einkaufen zu müssen?

Eine kleine Aufgabe: Gehen Sie an Ihre Vorratsschränke und sehen Sie diese durch. Überlegen Sie, wie lange Sie sich und Ihre Familie mit den Lebensmitteln, die Sie im Haus haben, ernähren könnten. Weniger als zwei Wochen? Dann sollten Sie Ihre Vorräte aufstocken.

Land haltbare Lebensmittel sind wichtig bei Stromausfall - Image by Achim Thiemermann from PixabaySo ein Lebensmittelvorrat ist übrigens auch nützlich, wenn Sie wegen Krankheit oder aus anderen Gründen nicht zum Einkaufen gehen können.

Die nächste Überlegung: Können Sie die vorhandenen Lebensmittel auch ohne Strom zubereiten? Und wie sieht das mit Getränken aus? Gibt es Wasservorräte, um z. B. Nudeln abkochen zu können?

Apropos Wasser… Wie sieht es mit Wasser für die persönliche Hygiene aus? Oder ganz banal für die Toilettenspülung? Es wird empfohlen, pro Person und Tag 3 Liter Wasser zum Trinken, Waschen und Kochen auf Vorrat zu halten. Tipps zu diesem Thema folgen demnächst.

 

Wie lege ich einen vernünftigen Lebensmittelvorrat an?

In den Checklisten der unterschiedlichsten Organisationen werden meistens allgemeine Empfehlungen pro Person gegeben. 2 Kilogramm Mehl, 1 Liter Öl, X Kilogramm Gemüse usw.

Aber was bringt mir das, wenn ich 8 Kilo Mehl für meine Familie zuhause habe und nicht weiß, was ich damit anfangen soll? Oder Dinge einlagere, die ich im Normalfall nicht esse?

Meiner Meinung nach sollte ein Lebensmittel-Notvorrat aus den Nahrungsmitteln bestehen, die ich auch im Alltag esse. Dabei einfach einmal darauf schauen, welche davon länger haltbar sind und von diesen beim Wocheneinkauf immer wieder einfach ein oder zwei Packungen mehr mitnehmen. Aber Achtung: Auf Tiefkühlprodukte sollten Sie dabei verzichten, da diese bei einem Stromausfall umgehend verbraucht werden müssen.

So fällt das Anlegen eines Notvorrats auch finanziell weniger stark ins Gewicht und wenn ich die Lebensmittel immer wieder verbrauche, läuft auch nichts davon ab.

Zum Thema Wocheneinkauf: Es gibt genügend Menschen, die nicht einmal für zwei Tage Lebensmittel im Haus haben. Was benötigt wird, wird einfach nach der Arbeit kurz eingekauft. Es ist ja alles so nah und einfach verfügbar. Aber nur solange nichts Unvorhergesehenes passiert.

Wenn man sich angewöhnt, stattdessen einmal die Woche einen größeren Einkauf zu tätigen, spart man nicht nur Zeit, sondern hat schon einmal einen größeren Grundvorrat an Lebensmitteln zuhause. Zumindest die ersten Tage nach dem Shoppingtrip.

 

Fazit

Die Blackout-Gefahr ist definitiv real und einen Notvorrat für 10 bis 14 Tage zu haben, macht auch im Hinblick auf andere Szenarien (siehe z. B. die Quarantänemaßnahmen in Italien aufgrund des Coronavirus COVID-19) Sinn.

 

Kurz-Checkliste Lebensmittel und Hygieneartikel für 10 bis 14 Tage

  • Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen (3 Liter pro Tag und Person)
  • Ungekühlt länger haltbare Nahrungsmittel, die auch im Alltag gegessen werden
  • Kochmöglichkeit ohne Strom
  • Hygieneartikel (Seife, Papiertaschentücher, WC-Papier, Damenhygieneprodukte, Müllbeutel…)
  • Hausapotheke (Fieberthermometer, Schmerzmittel, Durchfallmittel, Wunddesinfektionsmittel…)
  • Vom Arzt verordnete Medikamente (z. B. Blutdruckmittel, Herzmedikamente, Insulin…)
  • Verbandszeug (z. B. ein Autoverbandkasten)

 

 

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