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8. 1. 2021 – Europa schrammt knapp am Blackout vorbei

Am Freitag, den 8. Jänner 2021, kam es um 14.05 Uhr zu einem gefährlichen Frequenzeinbruch im europäischen Stromnetz. Europa ist dabei nur knapp an einem Blackout vorbeigeschrammt.

Frequenzeinbruch vom 8. 1. 2021

Die Netzfrequenz unseres Stromnetzes muss sich immer sehr eng im Bereich von 50 Hertz bewegen. Wird diese Frequenz über- oder unterschritten, dann kommt es zu Störungen.

Minimale Schwankungen kommen täglich vor und werden ständig von den Netzbetreibern ausgeglichen, ohne dass wir etwas davon merken.

Steigt die Frequenz aber über 50,2 Hertz oder sinkt sie unter 49,8 Hertz, dann sind größere Eingriffe mit Abschaltungen nötig. Beim Ereignis am 8. Jänner 2021 ist die Netzfrequenz schlagartig auf 49,746 Hz abgefallen.

Eine derart weitreichende Störung ist zuletzt am 4. November 2006 aufgetreten, als durch eine Kombination von Kommunikationsmängeln und menschlichem Versagen 10 Millionen Haushalte in ganz Europa ohne Strom waren.

Schuld am gestrigen Beinahe-Blackout ist scheinbar ein großer Stromausfall in Rumänien. Durch die Verknüpfung des Stromnetzes von Rumänien über Ungarn mit dem restlichen europäischen Verbundnetz, kam es überall zu einem Frequenzeinbruch.

Dadurch kam es zu einer Auftrennung des europäischen Stromnetzes in zumindest zwei Teilnetze. Nur durch gemeinsame Anstrengungen aller Stromnetzbetreiber mit Zuschaltung von Kraftwerken (auch in Österreich) und gezielter Abschaltung von Verbrauchern in Frankreich und Italien konnte das System wieder stabilisiert werden.

Eine genau Ursachenanalyse steht noch aus, die Situation war aber schon als sehr kritisch einzustufen.

2021-01-27: Mehr dazu unter "Nachtrag zum Fast-Blackout am 8. 1. 2021"

 

Quellen:

 

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