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Wärme / Kühlung

Test: Kühlbox Mobicool MCF32 als Kühlmöglichkeit auch bei Stromausfall?

Man muss nicht erst auf einen Blackout warten, um festzustellen, dass es im Sommer äußerst hilfreich ist, Lebensmittel und Getränke unterwegs ausreichend kühlen zu können.

Kühlbox Mobicool MCF32

Ich bin ja ein Fan von multifunktionell einsetzbaren Dingen. Denn meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, sich Ausrüstung für den Stromausfall zuzulegen, die man im Alltag nicht nutzt. Umgekehrt achte ich eher darauf, ob ich die laufend verwendeten Geräte auch bei Stromausfall weiter verwenden kann.

Da ich des öfteren mit dem Auto für zwei, drei Tage unterwegs bin, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, speziell im Sommer, Lebensmittel und Getränke über längere Zeit kühl zu halten.

Natürlich fängt man da erst einmal mit passiven Kühlboxen mit tiefgefrorenen Akkus oder den preisgünstigen thermoelektrischen Autokühlboxen an.

Diese Lösungen waren für mich auf Dauer aber nicht praxistauglich und darum habe ich mich vor einigen Wochen zum Kauf einer Kompressorkühlbox durchgerungen. Eine doch etwas kostspieligere Investition, vor der ich bisher immer zurückgeschreckt bin.

Jetzt, nach den ersten intensiveren Einsätzen bei 30 Grad und mehr muss ich sagen: Ich habe es bereut, dass ich mich nicht schon früher zu dieser Lösung durchgerungen habe.


Keine Lust, so viel zu lesen? Auf meinem YouTube-Kanal findet ihr das ergänzende Video zur Mobicool MCF32.


Warum eine Kompressorkühlbox?

Die herkömmlichen thermoelektrischen Kühlboxen können zwar kühlen, allerdings nur maximal 15 bis 20 Grad unter die Umgebungstemperatur. Außerdem laufen sie ständig und brauchen speziell bei 12 Volt im Auto eine ganze Menge Strom.

Eine Kompressorkühlbox hingegen arbeitet wie ein Kühlschrank und kann auf die gewünschte Temperatur fix eingestellt werden. Je nach Preisklasse auch deutlich unter dem Gefrierpunkt. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, dann schaltet sich der Kompressor ab und es wird kein Strom verbraucht. Das ist speziell im Auto sehr angenehm.

Die Mobicool MCF32 im Detail

Nach intensiven Recherchen habe ich mich für eine Kühlbox der Marke Mobicool, die preisgünstige Tochter des bekannten Unternehmens Dometic, entschieden.

Die MCF32 ist mit 31 Litern Inhalt das kleinste Modell der Serie, das von den Abmessungen mit rund 58 x 36 x 40 Zentimetern perfekt zum Campingausbau meines Autos passt.

Wer mehr Inhalt benötigt, kann zu den Modellen MCF40 mit 38 Litern oder MCF60 mit 58 Litern Inhalt greifen. Der Straßenpreis bewegt sich bei allen Modellen um die 350 Euro, immer wieder sind aber auch Angebote unter 300 Euro zu finden.

Die Temperatur der Kühlbox lässt sich zwischen +10 °C und -10 °C einstellen.

Die Stromversorgung erfolgt im Haus über 230 Volt Wechselstrom bzw. im Auto oder LKW über 12 oder 24 Volt Gleichstrom, die Box wird in die Energieeffizienzklasse A+ eingestuft.

Um die Autobatterie zu schonen, ist ein dreistufiger Batteriewächter eingebaut, der die Kühlbox automatisch abschaltet, wenn die Spannung der Starterbatterie unter einen vordefinierten Wert sinkt. So wird verhindert, dass sich das Auto nicht mehr starten lässt, was bei stromsaugenden herkömmlichen Kühlboxen durchaus vorkommen kann.

Bezieht die Kühlbox ihren Strom im Auto aus einer eigenen Versorgerbatterie oder über eine Powerstation, dann kann der Batteriewächter auch auf die niedrigste Stufe eingestellt werden.

Um sich im Inneren leichter zurechtzufinden, ist auch eine LED zur Beleuchtung verbaut. Ein praktisches Detail.

Im Lieferumfang sind außer der Kühlbox noch ein 230-Volt-Kabel, ein 12/24-Volt-Autoanschlusskabel sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Die Mobicool MCF32 in der Praxis

Was nach dem Auspacken als Erstes auffällt: Das Ding ist groß. Und zwar um einiges größer als meine alte Kühlbox. Mit gut 11 Kilogramm ist sie auch unbefüllt kein Leichtgewicht, aber Isolierung und der Kompressor brauchen eben Platz.

Beim Anschließen an das Stromnetz zeigt die Box 17 Grad an. Mit Hilfe der Set-Taste lässt sich die gewünschte Temperatur auswählen. Ich stelle 5 Grad ein und Kompressor und Lüfter springen an. Beide sind deutlich hörbar, aber trotzdem wesentlich leiser als bei meiner alten Kühlbox.

Nachdem ich im Auto nicht vorhabe, die Box über Nacht laufen zu lassen, ist die bei diesem Modell häufig bemängelte Lautstärke des Lüfters kein Negativpunkt für mich.

Nach etwa 20 Minuten sind die eingestellten 5 Grad erreicht und Kompressor und Lüfter schalten sich ab. Das spart Strom.

Doch wie sieht nun der Einsatz im Auto aus? Den Batteriewächter stelle ich auf die höchste Stufe, um meine Autobatterie nur ja nicht zu stark zu entladen. Die Kühltemperatur ist mit 3 bis 5 Grad für meine Bedürfnisse optimal. Ich kann keine Leistungsunterschiede im Vergleich zum Betrieb mit 230 Volt feststellen.

Batteriewächter Mobicool MCF32 Mobicool MCF32 gefüllt - Literflaschen haben stehend Platz

Um möglichst rasch und effizient die gewünschte Temperatur zu erreichen ist es ratsam, Getränke und Speisen bereits vorgekühlt in die Box zu packen.

Für den Vergleich muss dieses, mit meiner thermoelektrischen Kühlbox erlebte Szenario herhalten:

  • Innentemperatur im Auto am Abend: 29 °C, Innentemperatur der alten Kühlbox: 15 °C (tiefer ging nicht).
  • Innentemperatur im Auto am nächsten Morgen: 18 °C, Innentemperatur in der alten Kühlbox: 21 °C. Die Butter war wunderbar zerlaufen.
  • Die Kühlbox ist natürlich über Nacht nicht gelaufen, das hätte die Batterie nicht verkraftet.

Das Vergleichsszenario mit der neuen Mobicool MCF32 Kompressorkühlbox war dann wie folgt:

  • Innentemperatur im Auto am Abend: 28 °C, Innentemperatur der Kühlbox: 5 °C.
  • Innentemperatur im Auto am nächsten Morgen: 19 °C, Innentemperatur der Kühlbox: 10 °C, perfekt streichbare Butter.
  • Auch hier war die Kühlbox über Nacht ausgeschaltet.

Auch nachdem das Auto bei mehr als 30 Grad einige Stunden in der Sonne geparkt war, war die Innentemperatur der Kühlbox nie höher als 14 Grad, obwohl sie nicht gelaufen ist.

Der Platz in der Kühlbox ist für ein bis zwei Personen ausreichend. Auch für eine Party lässt sie sich gut nutzen. Ich habe es überprüft, es passen genau 33 kleine Flaschen Bier in die kleinste Mobicool. ;-)

Mobicool MCF32

Minusgrade mit der Mobicool MCF32

Ja, es ist möglich, die MCF32 auf minus 10 Grad herunterzukühlen. Das macht aber nur Sinn, wenn man die Box mit bereits tiefgefrorenen Lebensmitteln ziemlich voll füllt. Andernfalls dauert es Stunden, bis die Temperatur von Zimmertemperatur auf -10 Grad abgesunken ist.

Eiswürfel in annehmbarer Zeit zu erzeugen, war mir mit der fast leeren Box und kältester Einstellung leider nicht möglich. Nach 24 Stunden waren diese immer noch nicht ganz durchgefroren.

Die Tiefsttemperatur entspricht ungefähr einem 1-Stern-Gefrierfach und ist laut offiziellen Angaben gedacht, Tiefkühl-Lebensmittel bis zu maximal drei Tage aufzubewahren.

Ich nehme diese Maximalwerte eher als Leistungsreserve und werde sie in der Praxis kaum einmal einstellen. Je kälter die Betriebstemperatur, um so mehr muss natürlich die Kühlung leisten, was sich auf den Stromverbrauch auswirkt.

Außerdem möchte ich Lebensmittel und Getränke ja nicht gefroren genießen, wenn ich unterwegs bin.

Die Mobicool MCF32 ist einfach zu bedienen und kann mit 12, 24 und 230 Volt betrieben werden.

Taugt die Kühlbox nun als Notkühlung für den Stromausfall?

Bei einem Stromausfall, der nur ein paar Stunden dauert, wird es nicht nötig sein, Lebensmittel in eine Kühlbox umzulagern. 12 Stunden sollten diese im Kühl- oder Gefrierschrank auch ohne Strom problemlos überstehen, wenn man ihn nicht ständig öffnet.

Ist die Wiederherstellung der Stromversorgung nicht abzusehen, dann macht es Sinn, Tiefkühlware zu verarbeiten und zu essen oder zum Beispiel einzukochen, um sie länger haltbar zu machen. Die mit der Mobicool erreichbare Tiefsttemperatur von maximal minus 10 Grad entspricht ungefähr einem 1-Stern-Gefrierfach und ist für das langfristige Einfrieren von Lebensmitteln daher nicht geeignet.

Rein als Autokühlbox betrieben, kann die Mobicool MCF32 – je nach Stärke der Autobatterie – helfen, noch einige Stunden bis Tage zu überbrücken. Wobei ich hier nicht nur an Lebensmittel, sondern auch an Medikamente (z. B. Insulin) denke, die gekühlt gelagert werden müssen.

Die optimale Lösung für mich wäre, die Kühlbox an eine Powerstation zu hängen, die vielleicht noch mit einem Solarmodul ergänzt wird und somit autark ist. Die Powerstation hätte für mich auch den Vorteil, dass die Box im Auto weiterlaufen kann, auch wenn die Zündung ausgeschaltet ist.

Sobald ich eine derartige Lösung getestet habe, werde ich sie selbstverständlich hier vorstellen.

Mein Fazit

Die Mobicool MCF32 hat bei mir inzwischen einen fixen Platz im Auto und ich möchte sie nicht mehr missen. Sie leistet beim Camping ebenso gute Dienste wie beim wöchentlichen Einkauf bei sommerlichen Temperaturen.

Die oftmals bemängelte Lautstärke von Lüfter und Kompressor empfinde ich persönlich nicht sehr störend.

Die Möglichkeit, die Kühlbox auch noch in meine Blackout-Vorsorge einzubinden, ist ein weiterer Pluspunkt.

Mit einem für eine Kompressorkühlbox sehr guten Preis-Leistungsverhältnis kann ich sie daher uneingeschränkt empfehlen.

 

Bestellmöglichkeit

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