IceCube X und XTRA-Cool-Akku im Test
Kompressorkühlbox Maentum IceCube X für Camper und den Stromausfall mit Zusatzakku X-TRA Akku 300 für autarken Betrieb.
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Eine Kompressorkühlbox, die noch effizienter kühlt, noch leiser läuft und sich mit einem passenden Akku bis zu drei Tage lang autark betreiben lässt? Genau das verspricht die neue IceCube-Generation von Maentum. Ich habe sie mir angeschaut.
Zugegeben: Auf meinem Kanal geht es eigentlich um Krisenvorsorge und weniger ums Campen. Aber eine gute Kühlbox ist auch bei einem längeren Stromausfall Gold wert – dann nämlich, wenn der Kühlschrank irgendwann warm wird und die Vorräte trotzdem kühl bleiben sollen.
Von PlugIn-Festivals zu Maentum
Ich bin schon seit der ersten IceCube-Generation ein Fan dieser Kompressorkühlboxen. Lange Zeit ist das bereits verbesserte 2023er-Modell in meinem Minicamper mitgefahren, und auch den IceCube Dual mit seinen zwei getrennten Kühlzonen habe ich euch vorgestellt – der passte für meinen Autoeinbau allerdings nicht ganz.
Das Unternehmen, das früher als PlugIn-Festivals bekannt war, firmiert inzwischen unter dem Namen Maentum. Und unter diesem Namen gibt es den neuen IceCube X. Mich hat natürlich interessiert, wie es die beiden Sebastians geschafft haben, ein ohnehin schon sehr gutes Produkt noch einmal zu verbessern.
Design, Größen und Abmessungen
Was zuerst auffällt: Der IceCube X hat ein neues Design bekommen und wirkt deutlich hochwertiger als die Vorgänger. Wichtiger als die Optik ist aber die Leistung.
Es gibt den IceCube X in vier Größen: ungefähr 25, 30, 40 und 50 Liter. Ich habe hier das 40er-Modell, das laut Datenblatt einen Innenraum von exakt 38,3 Litern hat.
Die Außenmaße betragen 76 x 36,4 x 44,7 cm. Die Grundfläche bleibt bei allen Modellen gleich, es ändert sich nur die Höhe. Das Leergewicht der 40er-Box liegt bei rund 16 Kilo. Die Daten der anderen Varianten findest du auf der Homepage von Maentum.
Anschlüsse, Lieferumfang und Batteriewächter
Betreiben kannst du die Box mit dem Autokabel an 12 oder 24 Volt oder über das mitgelieferte Netzteil an der 230-Volt-Steckdose. Positiv fällt mir immer wieder auf, dass das Autoladekabel mit rund 3,5 Metern sehr lang ist – so lässt sich die Box im Fahrzeug nahezu beliebig platzieren. Mitgeliefert werden außerdem ein Handbuch und eine Menge Aufkleber.
Wichtig für den Betrieb am Zigarettenanzünder ist der eingebaute Batteriewächter. Er lässt sich in fünf Stufen einstellen und sorgt dafür, dass die Starterbatterie nicht so weit leergesaugt wird, dass sich das Auto nicht mehr starten lässt.
Ich betreibe den IceCube X im Fahrzeug allerdings nicht an der Starterbatterie, sondern an einer Powerstation mit stabiler Ausgangsspannung. Für mich ist diese Einstellung deshalb nicht relevant und steht auf Werkseinstellung.
Das Gehäuse ist wie bei den Vorgängern aus Metall. Das macht die Box robust – und man kann Magnetzubehör daran befestigen, etwa den magnetischen Küchenrollenhalter oder die Miniregale. Die finde ich praktisch, sie halten natürlich auch an anderen magnetischen Flächen. Mit 24 Euro geht der Preis in Ordnung. Wahrscheinlich sind sie deshalb öfter mal nicht lieferbar.
Die wichtigste Neuerung: Vakuum-Isolation
Unter der Oberfläche steckt die wesentliche Neuerung des IceCube X: eine neue Isolierung mit Vakuum-Isolationsplatten. Dadurch arbeitet die Box deutlich effizienter und verbraucht spürbar weniger Strom.
Maentum hat auf dem eigenen Kanal einen Vergleichstest veröffentlicht, in dem der IceCube X rund 40 % weniger Strom als eine Mobicool und etwa 30 % weniger als eine Dometic verbraucht. Was ich selbst gemessen habe, erzähle ich weiter unten.
Was mir persönlich sehr wichtig ist, ist die Lautstärke – im Minicamper schlafe ich ja direkt daneben, genauer gesagt darauf. Der IceCube X ist extrem leise. Mit dem qAIR-2.0-System hat sich die Lautstärke gefühlt noch einmal reduziert, gleichzeitig wurde der Luftstrom verbessert, was die Box zusätzlich effizienter macht.
Display, App und Ausstattung
An der Oberseite sitzt ein Display, das ebenfalls sparsamer geworden ist und sich automatisch abschaltet, wenn man das Gerät nicht bedient. Alle Einstellungen lassen sich auch per App vornehmen, die sich über Bluetooth mit der Box verbindet.
Ich bin zwar kein Freund davon, für alles eine App zu haben – aber wer will, kann. Wer nicht will, stellt einfach alles direkt am Display ein. Daneben gibt es noch zwei USB-Anschlüsse zum Laden von Handy und Co.
Die Inneneinteilung ist wie beim Vorgänger: ein Korb zum einfachen Herausnehmen des Kühlguts und ein flacheres Fach ohne Korb. Hat sich bewährt. Gut gefällt mir auch, dass es wieder eine Innenraumbeleuchtung gibt – die habe ich beim IceCube Dual nämlich etwas vermisst.
Der clevere Deckel
Eine super Sache ist der Deckel. Er hat eine umlaufende Silikondichtung und lässt sich auf zwei Arten montieren: standardmäßig öffnet er an der Längsseite, alternativ kann man ihn an der Schmalseite anschlagen. Ich habe ihn bei mir auf die Schmalseite umgebaut, weil ich so im Minicamper meine Einkäufe bequem von außen einladen kann. Wie der Umbau genau funktioniert, ist in der Bedienungsanleitung beschrieben.
Ein kleines, aber feines Detail ist mir erst mit der Zeit aufgefallen: Die Bedienelemente saßen früher an der Scharnierseite und wurden bei meiner Deckelmontage vom offenen Deckel verdeckt. Jetzt sind sie auf der anderen Seite und dadurch besser erreichbar.
Kühlleistung
Es gibt einen Eco-Mode zum Energiesparen und einen Max-Mode für schnelles Herunterkühlen. Im Max-Mode schafft es der IceCube X in rund 30 Minuten von 25 auf 0 Grad.
Einstellen lässt sich die Temperatur bis auf minus 20 Grad – praktisch, damit im Sommer nach dem Wocheneinkauf das Eis nicht schmilzt. Und 1,5-Liter-Flaschen passen stehend hinein, sogar mit eingesetztem Korb.
Die XTRA-Akkus – Strom für unterwegs
Aber was tun, wenn du keine Powerstation hast und die Box trotzdem über Nacht im Auto laufen lassen willst? Bei den meisten Fahrzeugen schaltet sich der Zigarettenanzünder ab, sobald die Zündung aus ist.
Hier helfen die XTRA-Akkus – im Grunde größere Powerbanks mit LFP-Akkus, erhältlich in drei Varianten mit 154, 307 und 460 Wh. Die drei Modelle unterscheiden sich außerdem in der Anzahl der Anschlüsse und der Leistung des Ladereglers.
Neben dem Akku liegen eine Bedienungsanleitung, eine etwas enge Tasche, ein 230-Volt-Netzteil, ein USB-C-Kabel, ein 5551-Kabel mit verschiedenen Adaptern sowie ein kurzes Anschlusskabel von Zigarettenanzünderstecker auf den Kühlboxanschluss bei.
Ich habe das mittlere Modell mit 307 Wh zum Test bekommen. Laut Hersteller reicht das, um eine Kompressorkühlbox rund 27 Stunden zu betreiben – getestet offenbar bei 7 Grad Einstellung, vorgekühlten Lebensmitteln und 21 Grad Außentemperatur.
Der Laufzeittest – und ein überraschendes Ergebnis
Ich habe das nachgestellt, zuerst mit dem „alten“ IceCube: ein paar Flaschen Wasser hinein, Temperatur auf 7 Grad, Eco-Modus. Zwischendurch habe ich die Box gelegentlich geöffnet und eine Flasche getauscht, damit der Test etwas realistischer ausfällt.
Nach rund 33 Stunden waren laut Anzeige noch 2 % im Akku, die Box hat sich wegen Unterspannung abgeschaltet, insgesamt wurden 304 der angegebenen 307 Wh verbraucht. Die versprochenen 27 Stunden waren damit problemlos überschritten.
Richtig interessant wurde es dann mit dem IceCube X. Nach 36 Stunden waren immer noch 46 % Ladung im Akku. Nach 72,5 Stunden zeigte der Akku zwar 0 % an, lieferte aber weiter Strom – gemessen habe ich 306 Wh. Ich habe den Test dann gestoppt. Unterm Strich: volle drei Tage Laufzeit statt der angegebenen 27 Stunden. Sehr beeindruckend, sowohl vom Akku als auch von der Box.
Laden: Netzteil, Solar, USB-C und im Auto
Ist der Akku leer, gibt es mehrere Wege ihn zu füllen. Über das mitgelieferte 230-Volt-Netzteil lädt er mit rund 45 Watt, eine komplette Ladung dauert etwa 8 Stunden.
Beim Solarladen schafft der Eingang der mittleren Version 12–24 V, 4 A und 80 W. Ich habe mit meinem 135-Watt-Paneel getestet – dazu braucht man einen Adapter von den MC4-Solarsteckern auf den 5551-Stecker, der beim XTRA-Akku als Ladeeingang dient. In der Praxis kam ich damit nur auf rund 45 bis 50 Watt, weil der Laderegler bei 2 Ampere abgeregelt hat; theoretisch sollten 80 Watt möglich sein. Mit einem älteren Jackery-Panel, das weniger Volt liefert, waren es knapp über 3 Ampere und etwas über 60 Watt.
Die größte Version mit 460 Wh besitzt übrigens einen eigenen Anderson-Anschluss samt MPPT-Laderegler und schafft damit auch die vollen 100 Watt Solarladung – ein passendes Paneel vorausgesetzt.
Am schnellsten geht es über USB-C: Einer der beiden Anschlüsse dient auch als Input und lädt mit bis zu 100 Watt. Wichtig ist hier ein gutes Kabel – die Unterschiede sind enorm. Mit dem mitgelieferten Kabel habe ich 95 Watt erreicht, mit anderen Kabeln teils nur 55 Watt. Das liegt aber am Kabel, nicht am Akku.
Der häufigste Einsatz dürfte der als Pufferbatterie im Auto sein: Der Akku steckt einfach zwischen Zigarettenanzünder und Kühlbox und lädt bei jeder Fahrt mit. Dafür brauchst du allerdings ein eigenes KFZ-Ladekabel, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Damit habe ich rund 55 Watt gemessen. Schneller geht es über einen USB-Autoadapter mit Power Delivery – mit meinem schon älteren Modell kam ich auf 80 bis 85 Watt.
Praktisch: Neben mehreren USB-Ausgängen gibt es gleich zwei 12-Volt-Ausgänge mit insgesamt bis zu 300 Watt – damit lassen sich viele Kleingeräte gleichzeitig betreiben. Zum Befestigen an einer Box mit Metallgehäuse liegt eine Magnetplatte bei, ebenso eine eingebaute Leuchte. Einen 230-Volt-Ausgang gibt es nicht – der macht in dieser Größenordnung meiner Meinung nach aber ohnehin keinen Sinn. Und natürlich funktioniert der Akku auch mit Kühlboxen anderer Hersteller.
Fazit zu IceCube X und XTRA Akku
Ich habe es schon oft gesagt: Der Wechsel von einer billigen Baumarktkühlbox zu meiner ersten Kompressorkühlbox war wie die Entdeckung des Heiligen Grals. Mit dem IceCube X ist jetzt fast noch die Bundeslade dazugekommen. ;-) Gut, kleine Übertreibung.
Inzwischen hat die Box auch den Langzeittest über den ganzen Sommer hinter sich – und der ist rundum positiv ausgefallen. Mehr Effizienz und dadurch weniger Stromverbrauch dank der neuen Isolierung machen sich richtig gut, besonders dann, wenn ich nicht jeden Tag fahre und dabei die Powerstation nachlade. Verarbeitungsqualität und Kühlleistung sind sehr gut, und der Service von PlugIn-Festivals bzw. Maentum war ja schon immer sehr gelobt.
Den XTRA-Akku finde ich eine sehr gute Ergänzung zur Stromversorgung, wenn man nicht gleich eine größere Powerstation mitschleppen will. Die angegebene Solar-Ladegeschwindigkeit habe ich zwar nicht ganz erreicht, aber unterm Strich ist das ein kleiner Wermutstropfen bei einem ansonsten sehr überzeugenden Gerät.
Wer sich für eine Kompressorkühlbox oder die XTRA-Akkus interessiert: Ich kann beides wärmstens empfehlen. Die Geräte verlinke ich dir wie immer weiter unten. Und wenn du sehen möchtest, wie das alles in der Praxis aussieht, gibt es dazu natürlich auch ein Video auf meinem YouTube-Kanal.
Bezugsquellen
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